Nachschlag aus der Gulasch-Kanone: Sachsen-Anhalt soll neues Ungarn werden

Do you speak Russisch? AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund im Wahlkampf (Jens Schlüter/Getty Images)

Während die meisten Wähler in Ungarn die Nase voll hatten vom nationalistischen, russlandfreundlichen Kurs Victor Orbáns (zudem von Korruption und Vetternwirtschaft), stellt die AfD Sachsen-Anhalt ein Wahlprogramm vor, das sich liest, als würde Orbán nach der Niederlage nun in Magdeburg weitermachen: Die Schulpflicht soll abgeschafft werden, die Kinder, die in der Schule bleiben, sollen Russischunterricht bekommen – und Schulreisen in das vom eigenen Angriffskrieg gebeutelte Land, in denen traumatisierte Kriegsveteranen auf den Straßen Angst und Schrecken verbreiten. Zuwanderer soll es möglichst wenige geben, selbst die nicht, die das Pflegesystem am Laufen halten, weil deutsche Arbeitskräfte fehlen.

Wer dann unseren Alten den Po abwischen soll? Dafür hat die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eine Idee: indem man Abtreibungen erschwert, sollen mehr Kinder geboren werden. Das wird natürlich den derzeitigen Pflegenotstand nicht gleich beheben, aber den in 18 Jahren womöglich schon (-:

Und noch eine wichtige Änderung will die AfD vornehmen, wenn sie an die Macht kommen sollte: Der Werbeclaim Sachsen-Anhalts soll von „Modern denken“ in „Deutsch denken“ geändert werden. Eigentlich konsequent, denn modern ist dann nichts mehr.

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