Vor wenigen Tagen sorgten neue Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) für Schlagzeilen: Die politisch motivierte Kriminalität (PMK) in Deutschland habe 2025 einen Höchststand erreicht. Mit insgesamt 85.837 registrierten Straftaten dokumentiert die Polizei so viele politisch motivierte Delikte wie nie zuvor.
Klingt heftig, ist es auch, Dennoch gibt es ein paar Erklärungen, die bislang zu kurz kamen. Denn zur „politisch motivierten Kriminalität“ gehört auch das Beschmieren von Wahlplakaten. Heißt: Eine Clownsnase auf Kanzler Merz` Gesicht reicht schon, um in der Statistik zu landen.
So war denn auch ein wesentlicher Treiber der hohen Fallzahlen die Bundestagswahl 2025. 16 Prozent aller Delikte machten die Straftaten im Zusammenhang mit Wahlen aus. Dabei, so das BKA, handelte es sich häufig um niedrigschwellige Delikte wie beschädigte oder entwendete Wahlplakate.
Hinzu kamen andere besondere Faktoren, die zusätzlich für mehr politische Straftaten sorgten – wie der Nahost-Konflikt, der etwa 2023 kaum eine Rolle spielte.
Das soll aber nicht verharmlosen, dass politische Gewaltdelikte zugenommen haben. Einen hohen Anstieg gab es etwa bei linksmotivierten Taten: auf 13.490, davon 1.087 Gewaltdelikte.
Das größte Problem unseres Landes stellen aber Straftaten von Rechtsextremen dar. Davon gab es im vergangenen Jahr 42.544, davon 1.598 Gewaltdelikte.
„Die mit Abstand meisten Delikte wurden von rechten und rechtsextremen Tätern verübt, was wiederholt zeigt, dass die größte Gefahr aktuell vom Rechtsextremismus ausgeht“, sagt Innenminister Alexander Dobrindt.
Und das, obwohl die Rechte immer Ruhe und Ordnung propagiert.

