Vamos a la playa! Deutsche Gewässer so sauber wie lange nicht

The silhouettes of two friends splashing each other with water in a natural lake

Wer in Deutschland baden geht, kann meist unbesorgt ins Wasser springen. Die Badegewässer haben überwiegend eine sehr gute Qualität. Das zeigt ein neuer Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA.

Für die Untersuchung wertete die Agentur Daten von mehr als 22.000 Badestellen aus. Dabei ging es um Gewässer in den 27 EU-Staaten sowie in Albanien und der Schweiz.

Geprüft wurde vor allem, wie stark Seen, Flüsse und Küstengewässer mit Fäkalbakterien belastet sind. Diese Bakterien können bei Menschen Magenprobleme, Durchfall oder Infektionen auslösen. Sie gelangen vor allem durch Abwässer und die Landwirtschaft ins Wasser.

Das Ergebnis fällt deutlich positiv aus: In der EU hatten knapp 85 Prozent der Badestellen im vergangenen Jahr eine ausgezeichnete Wasserqualität. 96 Prozent erfüllten mindestens die EU-Vorgaben. Nur 1,5 Prozent schnitten schlecht ab.

Deutschland liegt im Vergleich der 29 untersuchten Länder auf Platz sieben. Österreich kam mit 96,5 Prozent exzellenter Badestellen auf Platz vier. Die Schweiz landete mit 84,4 Prozent wie im Vorjahr im Mittelfeld und belegt nur Platz 16.

Besonders sauber sind die Badegewässer in Zypern und Griechenland. Danach folgen Bulgarien, Österreich, Luxemburg und Dänemark. Weniger gut sieht es in Belgien, Ungarn, Polen, Estland und Albanien aus. Dort erreichten weniger als 70 Prozent der geprüften Badestellen die Bestnote.

Insgesamt hat sich die Qualität der Badegewässer in Europa in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Ein Grund: Es wird weniger unbehandeltes oder nur teilweise behandeltes Abwasser in die Gewässer geleitet.

Am saubersten sind laut Bericht meist Badegewässer an der Küste. Flüsse bleiben dagegen ein Problem. Nur knapp jeder zweite untersuchte Fluss erreichte eine ausgezeichnete Wasserqualität.

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