Das Boot bleibt ein Exportschlager: Riesenauftrag aus Kanada

Die besten U-Boote der Welt: Thyssen Krupp Marine Systems fertigt in Kiel und Wismar (Bild: TKMS)

Kanada will sich militärisch unabhängiger von den USA machen. Bisher bezieht das Land rund 80 Prozent seiner Militärgüter aus den Vereinigten Staaten. Doch die politischen Launen Donald Trumps haben in Ottawa offenbar Spuren hinterlassen.

Jetzt hat die kanadische Regierung entschieden: Das deutsche Rüstungsunternehmen TKMS soll ein Dutzend U-Boote liefern.

Ein Milliardenauftrag mit großer Bedeutung für Deutschland. Betroffen ist nicht nur der Standort Kiel, sondern auch Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Dort sollen rund 1500 Industriearbeitsplätze langfristig gesichert werden.

Ein starkes Signal für „Made in Germany“.

Auch für die Bundesregierung ist der Deal ein Erfolg. Verteidigungsminister Boris Pistorius reiste mehrfach nach Kanada. Im Mai warb auch Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil bei einem Treffen mit Premierminister Mark Carney für das Geschäft.

TKMS setzte sich gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean durch. Das Auftragsvolumen wird auf bis zu 20 Milliarden Euro geschätzt. Damit wäre es einer der größten militärischen Aufträge der deutschen Geschichte.

Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem „starken Zeichen der transatlantischen und europäischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie“.

Tatsächlich geht es um mehr als Jobs und Industriepolitik. Kanada und Europa senden damit auch ein strategisches Signal: Die NATO-Fähigkeiten im Nordatlantik sollen gestärkt werden — unabhängiger von den USA.

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