Im letzten Jahr gab es in Deutschland einen Rekord: 256 Milliardäre gibt es nun, so viele wie noch nie. Ein Grund zum Jubeln ist das allerdings nicht, denn die meisten Menschen haben von diesem Reichtum nichts.
In Deutschland ist der Wohlstand sehr ungleich verteilt. 10 Prozent der Haushalte besitzen sagenhafte 10 Billionen Euro Vermögen, das ist fast die Hälfte des Gesamtvermögens. Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, muss es endlich wieder eine Vermögenssteuer geben, wie es sie in der Schweiz oder Norwegen bereits gibt. Beides Länder, die nicht gerade als besonders links gelten. Aber sie hören mehr auf ihre Bürger.
Laut einer Umfrage halten 81 Prozent der Deutschen den Wohlstand für ungerecht verteilt. Eine große Mehrheit spricht sich für die Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftssteuer auf große Erbschaften aus.
„Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen Einzelner zu verhindern.“ So steht es nicht im Parteiprogramm der kommunistischen Partei, sondern in der bayerischen Landesverfassung. Den Reichtum gerecht zu verteilen, ist Verfassungstreue.
Leider kann sich Kanzler Merz nicht dazu durchringen, Volkes Stimme zu hören. Die AfD wäre auch keine Alternative, auch sie will die Reichen schonen.
Aber vielleicht wacht die Regierung noch auf und macht eine Politik, die nicht den Interessen von Lobbygruppen dient, sondern der Mehrheit. Dazu würde auch gehören, dass der Staat mehr Steuerfahnder anstellt. Unserem Land gehen durch Steuerhinterziehung jährlich zwischen 50 und 100 Milliarden durch die Lappen.
Also, Herr Merz: Hören Sie auf die Mehrheit, lernen Sie von anderen Ländern, verbinden Sie Kriminalitätsbekämpfung und höhere Steuereinnahmen und trauen Sie sich endlich, Reiche mehr in die Pflicht zu nehmen.
Linus H. aus Gera, Thüringen
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