Freie Fahrt klingt gut. Volle Tanks klingen besser. Denn in der neuen Debatte über ein befristetes Tempolimit geht es vor allem um eines: weniger Spritverbrauch.
Eine knappe Mehrheit der Deutschen ist dafür, auf Autobahnen und Landstraßen vorübergehend langsamer zu fahren. Besonders Frauen und Ältere sagen: runter vom Gas. Und sie haben ein starkes Argument auf ihrer Seite. Denn wer langsamer fährt, verbraucht weniger Benzin und Diesel. So einfach ist das.
Klar, ein Tempolimit ist kein Wundermittel. Es senkt weder über Nacht die hohen Sprit-Preise noch löst es eine Energiekrise. Auch der Spareffekt pro Autofahrer wirkt für manche erst mal nicht riesig. Aber in der Summe geht es um gewaltige Mengen. Milliarden Liter Kraftstoff könnten eingespart werden. Für uns Deutsche wäre das am Jahresende bares Geld.
Genau deshalb wirkt der Widerstand gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen zunehmend trotzig. Wenn Energie knapp und teuer ist, kann man nicht ständig vom Sparen reden und ausgerechnet auf der Autobahn so tun, als gäbe es kein Morgen.
Am Ende ist es ziemlich simpel: Ein Tempolimit spart Sprit, senkt Kosten und reduziert Abhängigkeiten. Allein das ist Grund genug. Deutschland sollte den Bleifuß endlich vom Gaspedal nehmen. Und wer rasen will, kann nach Afghanistan, Libanon, Nordkorea oder Somalia ausweichen. Das sind einige der weltweit nur noch wenigen Staaten ohne Tempolimit.


