Umfrage-Hammer: Mehrheit der Russen hat Krieg satt

Schlechte Stimmung bei Wladimir Putin und seinem Propagandisten Lawrow (Foto: Getty)

Diese Zahlen dürften dem Kreml gar nicht gefallen: Laut einer Umfrage des renommierten Lewada-Zentrums erklären 58 Prozent der Russen, sie seien des Krieges müde. So hoch war der Wert noch nie.

Der Grund: Für immer mehr Menschen ist der Krieg sinnlos geworden – und der Preis zu hoch. Jeden Monat sterben Tausende russische Soldaten in der Ukraine. Gleichzeitig bleiben die militärischen Erfolge überschaubar, die Geländegewinne minimal.

Und der Krieg kommt immer näher an den Alltag der Menschen heran. Ukrainische Drohnen greifen zunehmend Ziele und Infrastruktur in Russland und auf der besetzten Krim an. Viele Russen erkennen: Putins Krieg bringt weder Sicherheit noch einen schnellen Sieg.

Dafür steigen die Kosten. Die massive Kriegsproduktion treibt die Inflation an. Lebensmittel, Mieten, Nebenkosten und Steuern werden teurer. Gleichzeitig verschlechtert sich vielerorts die medizinische Versorgung, während bei sozialen Leistungen gekürzt wird.

Kein Wunder, dass die Zustimmung zum Krieg sinkt. Nur unter wohlhabenden Russen bleibt die Unterstützung weitgehend stabil. Viele andere haben das Land längst verlassen.

Besonders brisant: Je nach Erhebung sprechen sich inzwischen 62 bis 67 Prozent der verbliebenen Russen für Friedensverhandlungen und ein Ende des Krieges aus.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie lange kann Wladimir Putin den Wunsch seines eigenen Volkes noch ignorieren?

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