Schlau: Deutsche trauen KI nicht als Nachrichtenquelle

Kann das stimmen? Junge Menschen sind gegenüber KI als Nachrichtenquelle äußerst skeptisch (Foto: Westend61)

KI kann Texte schreiben, Fragen beantworten und News zusammenfassen. Aber wenn es darum geht, sich wirklich über die Welt zu informieren, bleiben viele Deutsche skeptisch.

Eine Studie zeigt: Geht es um Nachrichten, vertrauen die Deutschen weiterhin auf menschengemachte Inhalte.

Der Reuters Digital News Report zeigt: Nur fünf Prozent der Befragten nutzen KI-Chatbots, um sich über aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden zu halten. ChatGPT, Google-KI und ähnliche Tools werden zwar häufiger genutzt. Aber bei News dienen sie eher als Hilfsmittel: für Nachfragen, Zusammenfassungen oder Quellenchecks. Nicht als eigentliche Nachrichtenquelle.

Das Misstrauen kommt nicht von ungefähr. Gerade bei aktuellen Ereignissen halluzinieren KI-Systeme, vermischen Fakten oder klingen überzeugend, obwohl sie danebenliegen. Viele scheinen das verstanden zu haben. Wer wissen will, was passiert ist, schaut lieber bei Medien nach, die Verantwortung tragen – und nicht bei einem Chatbot, der auch mal rät.

Gleichzeitig zeigt die Studie: Soziale Medien werden wichtiger. 36 Prozent der erwachsenen Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland begegnen dort wöchentlich Nachrichten. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 60 Prozent. Für 44 Prozent dieser Altersgruppe sind soziale Medien die wichtigste Nachrichtenquelle.

Beim Vertrauen liegen klassische Wege weiter vorn. Nachrichten, die über Suchmaschinen zu etablierten Medien führen, schneiden besser ab als News in sozialen Netzwerken oder KI-Antworten. 24 Prozent vertrauen Suchmaschinen-Nachrichten meist, bei Social Media und KI-Chatbots sind es nur 13 Prozent.

Die Deutschen sind also nicht technikfeindlich. Sie sind vorsichtig. Und in Zeiten von Desinformation, Fake News und KI-Matsch ist das wohl die vernünftigste Medienkompetenz.

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