Viele Deutsche schauen derzeit neidisch nach Italien: Dort gelten die Züge als deutlich pünktlicher. Künftig könnten italienische Bahnunternehmen auch auf deutschen Schienen für mehr Bewegung sorgen.
Nachdem die Bundesnetzagentur den Wettbewerb im Fernverkehr gestärkt hat, kündigt sich bereits neue Konkurrenz für die Deutsche Bahn an. Das italienische Bahnunternehmen Italo plant, Mitte 2028 in Deutschland an den Start zu gehen.
Mehr Wettbewerb auf der Schiene dürfte viele Fahrgäste freuen. Doch auch die deutsche Industrie profitiert von den Plänen: Italo hat bei Siemens Mobility 26 Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro Multi System bestellt. Zusätzlich besteht eine Option auf 14 weitere Züge.
Gefertigt werden die Züge im Siemens-Werk in Krefeld-Uerdingen. Gemeinsam mit einem Wartungsvertrag über 30 Jahre, der Arbeiten im Siemens-Depot in Dortmund vorsieht, hat der Auftrag ein Volumen von rund drei Milliarden Euro.
„Diese langfristige Partnerschaft ist ein wegweisendes Projekt und ein starkes Bekenntnis zu industrieller Wertschöpfung und Innovation ‚Made in Germany‘“, erklärt Michael Peter, Geschäftsführer von Siemens Mobility.
Für das Werk in Uerdingen sorgt der Italo-Auftrag für weiter gefüllte Auftragsbücher. Bereits im April hatte es grünes Licht für einen rund zwei Milliarden Euro schweren Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen gegeben.

