Was für ein Sportsgeist: Moritz Wagner aus Prenzlauer Berg ist mit 23 Jahren und einem Fünf-Jahresvertrag über 220 Millionen Dollar der bestbezahlte deutsche Sportler – und dennoch ganz bescheiden. Während andere Sportstars mit ihrem Reichtum protzen – vergoldete Steaks essen oder Partys mit Zwergen feiern (wie zuletzt Barcelona-Star Lamine Yamal) – , ist Wagner auf dem Boden geblieben. „Ich bin nicht anders als die meisten anderen Menschen und möchte einfach mein Leben so glücklich wie möglich leben“, sagt er jetzt in einem Interview. Dazu gehören gerade mal zwei Wochen Sommerurlaub in der Karibik und eine Eigentumswohnung in Berlin – für einen Viertelmilliardär sehr genügsam.
Wer eine Fernsehdoku über die Wagner-Brüder gesehen hat (Franz Bruder Moritz spielt ebenfalls beim NBA-Team Orlando Magic), darf vermuten, dass die beiden bescheidenen Berliner Jungs auch sehr kritisch auf Trumps Protz-Politik und die Spaltung der US-Gesellschaft schauen. Wohl auch daher sind sie gern bei Freunden und Familie in Deutschland. „Ich bin nun einmal so aufgewachsen und habe etwas Deutsches in mir. Ich liebe meine Heimat und komme immer wieder sehr gerne im Sommer hierher“, sagt Wagner und auf die Frage, ob er Patriot sei, muss er ein wenig lachen: „Nein, gar nicht, ich bin in Berlin aufgewachsen, also multikulti. Patriotismus war bei uns zu Hause auch kein großes Thema.“
Multikulti ist im Übrigen auch das Geheimnis der Basketball-Nationalmannschaft, in der Wagner so gern spielt und die überraschend Weltmeister und 2025 auch Europameister wurde.


