AfD will abschaffen, was es gar nicht gibt

Will Gender-Ideologie bekämpfen: AfD-Spitzenkandiat Ulrich Siegmund (Foto: Sean Gallup/Getty Images)

„Genderstudien abschaffen!“ steht groß im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt.

Das Interessante daran: Es gibt an keiner Universität in Sachsen-Anhalt einen entsprechenden Studiengang.

Allerdings gibt es an einzelnen Unis Stellen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Die Netzwerkstelle „gender*bildet“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg etwa, die zur Förderung von Gender- und Queer-Studies in Lehre und Forschung eingerichtet wurde. Und die Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die landesweit Forschung und Vernetzung unterstützt. Beide Stellen gehen aber kaum als eigenständige organisatorische Einheiten durch, also als Institut, Zentrum oder Studiengang.

Nach Schätzungen von Experten dürfte der Teil der rund 55.000 Studenten, die an den Hochschulen in Sachsen-Anhalt eingeschrieben sind und in irgendeiner Art mit „Gender-Ideologie“ in Berührung kommt, verschwindend klein sein.

Es könnte also sehr schwer werden, dieses Wahlversprechen umzusetzen.

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