„Das Schwein wird in der Mitte fett“ – hier kassiert der Staat die Steuern

Da geht noch was in der Mitte, bis Klingbeil kommt (Foto: Unter Verwendung einer KI)

Dass Reiche bei den Steuern eher geschont werden, und die Ärmeren verhältnismäßig viel zahlen müssen, ist inzwischen eine Binsenweisheit. Nun aber legt der Steuerfachmann Günter Striewe neue Zahlen vor, die zeigen, wie sehr der Staat ausgerechnet die Mitte schröpft.

Zwar sind die Steuersätze von 14 bis 45 Prozent heute deutlich niedriger als früher schon mal (1958 lag der Spitzensteuersatz bei 53%), allerdings greifen hohe Steuerbeträge schon bei sehr viel niedrigeren Beiträgen. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent wird schon bei ca. 68.000 Euro fällig.

Und ein Single, der heute 50.000 Euro im Jahr verdient, muss 35 Prozent pro Euro an den Staat überweisen. 1958 wären das umgerechnet lediglich 20 Prozent gewesen.

Striewe beweist, dass Durchschnittsverdiener bei allen Steuerreformen in den vergangenen 50 Jahren stets weiter benachteiligt wurden. Sie zahlen heute Steuersätze, für die man früher Millionär sein musste.

Der langjährige Finanzbeamte in NRW rechnet vor, dass ein gut verdienender Facharbeiter heute genauso behandelt wird wie ein Top-Manager.

Fachleute empfehlen schon lange, den Spitzensteuersatz viel später anzuwenden und dafür die Steuersätze für sehr große Vermögen zu erhöhen. „Es sind heute die reichen Reichen, die den Hals nicht voll vollkriegen und nicht angemessen besteuert werden“, sagt Striewe. Wohlgemerkt kein Linker, sondern lange Mitglied der FDP.

Besonders traurig: Weder die jetzige Regierung, noch die größte Oppositionspartei AfD, wollen an der ungerechten Besteuerung etwas ändern. Sie alle halten sich an die alte Bauernregel: „Das Schwein wird in der Mitte fett.“

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