In kaum einem Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Und das belastet die Demokratie, sagt der Ungleichheitsforscher Fabian Pfeffer.
Tatsächlich wird ein Großteil der Vermögen in Deutschland vererbt und so über Generationen vermehrt. Auch das ist ein Grund, warum in Deutschland die ärmere Hälfte der Bevölkerung nur drei Prozent des gesamten Vermögens besitzt, die oberen zehn Prozent dagegen 60 Prozent und das oberste Prozent 30 Prozent. Konservative Institute haben errechnet, dass der Reichtum deutscher Milliardäre in nur einem Jahr um fast ein Drittel gestiegen ist.
Würde sich das durch eine AfD-Regierung ändern? Laut Professor Pfeffer würde sogar das Gegenteil der Fall sein. Denn laut der Steuerpläne der Partei aus dem Bundestagswahlkampf würden Menschen mit geringem Verdienst besonders hoch belastet, während die, die schon viel haben, noch mehr bekommen würden.
Ehrliche Arbeiter schauen in die Röhre, während Reiche reicher werden. „Für den Kampf gegen Ungleichheit ist die AfD die falsche Partei“, sagt Pfeffer, der zu sozialer Ungleichheit, Wohlstand und Bildung forscht und einer der renommiertesten Experten auf diesem Feld ist.


