Schon 130.000 wollen Hape Kerkeling als Bundespräsidenten

Deutschland sucht ein neues Staatsoberhaupt. Und plötzlich ruft das Netz: „Hape, bitte übernehmen!“

Mehr als 130.000 Menschen haben bis heute bereits die Campact-Petition „Hape Kerkeling als Bundespräsident – ein Zeichen für eine starke Demokratie!“ unterschrieben. Ein Spaß? Vielleicht am Anfang. Inzwischen wirkt die Idee erstaunlich ernst.

Denn im kommenden Frühjahr ist Schluss für Frank-Walter Steinmeier. Nach zwei Amtszeiten zieht der Bundespräsident in den politischen Ruhestand. Und hinter den Kulissen wird längst sortiert, geschoben, taktiert.

Erst galt Familienministerin Karin Prien als mögliche Kandidatin von Kanzler Friedrich Merz. Doch richtig Feuer hat diese Idee bisher nicht gefangen. Zu kühl, zu spröde, zu wenig Glanz, heißt es in Berlin.

Dann brachte CSU-Chef Markus Söder die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner ins Spiel. Offiziell natürlich aus Überzeugung. In München raunen manche allerdings: Söder könnte Aigner auch ganz gern nach Berlin weglobben, damit sie ihm bei der nächsten Bayernwahl nicht gefährlich wird.

Klingt nach Politikbetrieb. Nach Parteitaktik. Nach Hinterzimmer.

Genau deshalb kommt jetzt Hape Kerkeling ins Spiel.

Ein Mann, den fast jeder kennt. Einer, der Millionen zum Lachen gebracht hat, aber nie nur Klamauk war. Kerkeling kann Humor, aber auch Haltung. Er kann Nähe, ohne sich anzubiedern. Er kann intelligent reden. Und er hat diese seltene Gabe, Menschen nicht zu belehren, sondern mitzunehmen.

Die Petition bringt es auf den Punkt: Deutschland brauche an der Spitze „keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet“. Hape Kerkeling habe bewiesen, „dass er diese Tiefe besitzt“.

Und Hape selbst?

Der macht es spannend. Gegenüber stern TV sagte er: „Ich muss Ihnen ehrlich sagen, nach all dem, was in der Welt passiert und wer so an der Spitze von Nationen steht – ich schließe nichts mehr aus.“

Kein Ja. Kein Nein. Eher ein vielsagendes: Mal sehen.

Für seine Fans klingt das fast wie eine Einladung: Unterschreibt mal schön weiter, zeigt mir, wie ernst ihr es meint – und dann schauen wir, ob Hape wirklich ins Schloss Bellevue einzieht.

Ganz abwegig wäre es nicht. Kerkeling kennt die Bundesversammlung bereits. 2017 wurde er von der nordrhein-westfälischen CDU als Wahlmann entsandt.

Ob aus „Hape for President“ am Ende wirklich „Bundespräsident Kerkeling“ wird? Noch ist es ein politisches Märchen. Aber eines mit ziemlich viel Applaus.

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