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		<title>Das Vaterland braucht Migranten</title>
		<link>https://snip24.de/das-vaterland-braucht-migranten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 13:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir werden immer älter, und es werden zu wenige Kinder geboren. Um unsere Wirtschaft und unsere Sozialsysteme am Laufen zu halten, benötigen wir unter dem Strich rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Darin sind sich konservative und eher linke Wirtschaftsexperten einig. Völlig frei von Ideologie und unabhängig von der Frage, ob man Ausländer mag oder eher [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir werden immer älter, und es werden zu wenige Kinder geboren. Um unsere Wirtschaft und unsere Sozialsysteme am Laufen zu halten, benötigen wir unter dem Strich rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Darin sind sich konservative und eher linke Wirtschaftsexperten einig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Völlig frei von Ideologie und unabhängig von der Frage, ob man Ausländer mag oder eher nicht, bleibt festzustellen:&nbsp;<strong>Das Vaterland braucht Migranten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick in die Vergangenheit zeigt deutlich, wie Gesellschaften von Zuwanderung profitieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brandenburg-Preußen betrieb im 17. und 18. Jahrhundert eine regelrechte staatliche Einwanderungspolitik.</strong> Dafür gab es sogar einen zeitgenössischen Begriff: <strong>„Peuplierung“</strong>, also die gezielte Vermehrung der Bevölkerung durch Ansiedlung neuer Einwohner. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm begann deshalb ab etwa 1650 systematisch, Menschen von außerhalb ins Land zu holen. Mehr Einwohner bedeuteten mehr Bauern, Handwerker, Unternehmer, Soldaten und Steuerzahler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Wirtschaftswunder in Deutschland wäre ohne Gastarbeiter kaum möglich gewesen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was heißt es also, wenn Politiker populistischer Parteien heute behaupten, man benötige kaum Zuwanderung? Leider nichts Gutes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dabei geht es gar nicht nur um den Hintern der Oma, die im Pflegeheim dann ohne Pflegekräfte auskommen muss. Es geht um etwas viel Entscheidenderes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dauerhetze gegen Ausländer trägt dazu bei, dass gerade gut ausgebildete Menschen zweimal überlegen, ob sie nicht lieber ein anderes Land vorziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für Deutschland könnte der Rechtsruck zum Standortfaktor werden“, sagt die Wissenschaftlerin Alexandra Köbler vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Deutschland benötigt Fachkräfte in der Pflege, in der IT und im Ingenieurwesen. Dazu kommen Lkw-Fahrer, Hotelpersonal und Verkäufer im Supermarkt. Und zwar schon jetzt – und umso mehr bis zum Jahr 2039. Bis dahin gehen mehr als 13 Millionen Menschen in Rente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer also so tut, als wäre jeder Zuwanderer eine Zumutung und ein potenzieller Messerstecher, ist kein Patriot, sondern ein&nbsp;<strong>Patridiot</strong>&nbsp;– eine Wortschöpfung aus Patriot und Idiot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht nicht darum, die Probleme der Migration kleinzureden. Aber wie in Preußen und zur Zeit des Wirtschaftswunders müssen wir Einwanderung zum Wohl der Heimat nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass gerade im Osten viele Menschen Migration besonders kritisch sehen, hat einen bitteren Haken: Ohne Zuwanderung droht dort Wohlstandsverlust.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ausländische Arbeitskräfte sind längst ein wichtiger Teil der ostdeutschen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr trugen sie mehr als 68 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei – 10,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Stimmung hat schon heute Folgen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fragte Geschäftsführer von Wirtschaftsverbänden, was der Rechtsruck für den Standort Deutschland bedeutet. Schon im August 2023 berichtete knapp die Hälfte von Problemen, in AfD-Hochburgen Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist besonders pikant, weil oft gefordert wird, Deutschland solle nicht immer nur auf die zwölf Jahre der NS-Diktatur schauen, sondern auch stolz auf die Jahrhunderte davor sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gern doch!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn wer in die deutsche Geschichte schaut, entdeckt ausgerechnet dort ein ziemlich erfolgreiches Rezept: <strong>Einwanderung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist also gerade das ziemlich deutsch:&nbsp;<strong>Menschen von draußen kommen lassen – und gemeinsam Wohlstand schaffen.</strong></p>
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		<title>Wann wird Fahrradfahren Motorsport?</title>
		<link>https://snip24.de/wann-wird-fahrradfahren-motorsport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:06:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche E-Bikes können dem normalen Fahrradfahrer Angst einjagen: Massiv wie ein kleines Motorrad und über 30 km/h schnell pflügen sie sich über die Radwege. Rechtlich bleibt das klassische Pedelec ein Fahrrad: Der Motor unterstützt nur beim Treten bis 25 km/h, die Nenndauerleistung liegt unter 250 Watt. Doch diese Zahl sagt wenig über den kurzfristigen Schub [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Manche E-Bikes können dem normalen Fahrradfahrer Angst einjagen: Massiv wie ein kleines Motorrad und über 30 km/h schnell pflügen sie sich über die Radwege. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtlich bleibt das klassische Pedelec ein Fahrrad: Der Motor unterstützt nur beim Treten bis 25 km/h, die Nenndauerleistung liegt unter 250 Watt. Doch diese Zahl sagt wenig über den kurzfristigen Schub aus. Bosch nennt für seine aktuelle Performance Line CX bis zu&nbsp;<strong>750 Watt Motorleistung, 120 Newtonmeter Drehmoment und 600 Prozent Unterstützung</strong>. Zum Vergleich: Die erste Bosch-Drive-Unit für 25 km/h kam 2011 auf 50 Newtonmeter. Das maximale Drehmoment hat sich in diesem Beispiel also um&nbsp;<strong>140 Prozent erhöht</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Leistung bedeutet nicht automatisch mehr Unfälle. Aber die Zahlen sind alarmierend: 2025 registrierte die Polizei in Deutschland <strong>95.794 Fahrradunfälle mit Personenschaden</strong>. 462 Radfahrende starben – <strong>217 von ihnen auf einem Pedelec</strong>. 2015 waren es erst 36 Pedelec-Tote. In zehn Jahren hat sich ihre Zahl damit mehr als versechsfacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders gefährdet sind ältere Menschen:&nbsp;<strong>67,3 Prozent der 2025 tödlich verunglückten Pedelec-Nutzenden waren mindestens 65 Jahre alt.</strong>&nbsp;Bei Fahrrädern ohne Motor lag der Anteil bei 56,3 Prozent. Das beweist allerdings nicht, dass Senioren E-Bikes grundsätzlich „nicht im Griff“ haben. Die Statistik zeigt ein erhöhtes Risiko – nicht automatisch dessen Ursache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem darf man fragen: Wie viel Kraft braucht ein Fahrrad noch? 120 Newtonmeter, 750 Watt Spitzenleistung, 600 Prozent Unterstützung – das klingt schon verdächtig nach Motorsport.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht brauchen wir weniger Wettrüsten bei den Motoren und mehr Fahrtrainings, sichere Radwege und Aufklärung. Denn Fahrradfahren soll Mobilität bleiben. Kein Motorsport.</p>
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		<title>Hier spricht der normale Mensch. Diesmal über Enteignungen</title>
		<link>https://snip24.de/hier-spricht-der-normale-mensch-diesmal-ueber-enteignungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 12:33:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürger-SNIP]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich lebe in einer Wohnung, die der Stadt Berlin gehört. Nicht besonders gut in Schuss, Erdgeschoss, vorn eine vielbefahrende Straße. Ich zahle 10 Euro kalt pro Quadratmeter. Neulich sprach ich mit einem Freund darüber, dass ich das recht teuer finde. Er selbst wohnt in einer Wohnung der Vonovia und zahlt acht Euro kalt. Ach nee, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich lebe in einer Wohnung, die der Stadt Berlin gehört. Nicht besonders gut in Schuss, Erdgeschoss, vorn eine vielbefahrende Straße. Ich zahle 10 Euro kalt pro Quadratmeter. Neulich sprach ich mit einem Freund darüber, dass ich das recht teuer finde. Er selbst wohnt in einer Wohnung der Vonovia und zahlt acht Euro kalt. Ach nee, gerade hat er eine Mieterhöhung bekommen: plus 35 Cent. Ich beneide ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beispiel zeigt ganz gut, wie kompliziert es auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist. Momentan aber sieht man im Wahlkampf überall nur einfache Sprüche. Am simpelsten sind die Parolen  der Linken: Sie möchte Immobilienkonzerne enteignen. Wer mit ihr koalieren will, muss der Enteignung von Deutsche Wohnen oder Vonovia sogar zustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klingt nach sozialer Gerechtigkeit, aber ist das so? Meine Miete und die meines Freundes erzählen eine etwas andere Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um rund 220.000 Wohnungen, die die Linke in öffentliches Eigentum überführen will. Dafür müsste die verschuldete Stadt rund 30 Milliarden Euro aufbringen. Sie könnte dafür Kredite aufnehmen, die sie mit den Mieteinnahmen zurückzahlt. Dann braucht sie aber noch dringend Geld für die Instandhaltung Hunderttausender Wohnungen: kaputte Rohre, defekte Aufzüge, bröckelnde Fassaden, alte Dächer, undichte Fenster – von der klimafreundlichen Sanierung, die richtig teuer ist, ganz zu schweigen. Wegen all dieser Kosten haben die Berliner Wohnungsbaugesellschaften einst ihre Wohnungen verkauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach billigeren Mieten klingt das alles nicht, eher nach nach einem Zuschlag nach der Enteignung. Das wird ein böses Erwachen, wenn die Mieter plötzlich an die Stadt mehr abdrücken müssen als vorher an die Vonovia oder die Deutsche Wohnen. So, wie es bei mir schon der Fall ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn alles Geld für die Enteignung ausgegeben ist, stellt sich die Frage, woher die Kohle für die 100 000 Wohnungen herkommt, die benötigt werden, um den Mietmarkt zu entspannen. Aber das alles ist natürlich zu kompliziert für ein Wahlplakat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Karl W., 46, aus Berlin</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Transparenzhinweis: Wir geben Bürgern eine Plattform, ihre Meinung zu äußern. Der Verfasser ist der Redaktion bekannt, der Name wird hier abgekürzt, um die Privatsphäre des Kommentators zu schützen. Wollen auch Sie Ihre Meinung bei SNIP24.de sagen? Dann schicken Sie Ihren Beitrag an mrbrown@snip24.de. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge zu kürzen und zu redigieren</em>.</p>
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		<title>Brauchen wir eine queere Kanzlerin?</title>
		<link>https://snip24.de/brauchen-wir-eine-queere-kanzlerin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 09:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschland hatte schon eine Kanzlerin – aber noch nie eine offen homosexuelle Person an der Spitze der Bundesregierung. Wäre es also Zeit für eine lesbische Kanzlerin? Für Millionen Menschen, die nicht heterosexuell leben, wäre das Kanzleramt plötzlich ein weiterer Ort, an dem ihre Lebensweise selbstverständlich sichtbar wäre. Gerade für Jugendliche könnte das Signal stark sein: [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hatte schon eine Kanzlerin – aber noch nie eine offen homosexuelle Person an der Spitze der Bundesregierung. Wäre es also Zeit für eine lesbische Kanzlerin?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Millionen Menschen, die nicht heterosexuell leben, wäre das Kanzleramt plötzlich ein weiterer Ort, an dem ihre Lebensweise selbstverständlich sichtbar wäre. Gerade für Jugendliche könnte das Signal stark sein: Geschlecht oder sexuelle Orientierung müssen kein Hindernis für das höchste politische Amt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt Erfahrung. Wer selbst zu einer Minderheit gehört, kennt zumindest aus dem eigenen Leben Vorurteile, Erklärungsdruck oder das Gefühl, nicht zur gesellschaftlichen Norm zu gehören. Das kann den Blick für Minderheitenrechte schärfen. Eine Garantie für tolerante oder gute Politik ist es allerdings nicht. Entscheidend bleiben Programm, Kompetenz und Mehrheiten – nicht die sexuelle Orientierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer käme überhaupt infrage? Die politisch naheliegendste Antwort ist ausgerechnet&nbsp;<strong>Alice Weidel</strong>. Die AfD-Chefin und Fraktionsvorsitzende war bereits 2025 Kanzlerkandidatin ihrer Partei. Sie lebt in einer Partnerschaft mit einer Frau und hat zwei Kinder. Weidel selbst lehnt allerdings das Etikett „queer“ für sich ausdrücklich ab. Dazu kommt ein bemerkenswerter Widerspruch: Ihre Partei orientiert ihre Familienpolitik weiterhin stark am Leitbild von Vater, Mutter und Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zweite, völlig anders positionierte Persönlichkeit ist&nbsp;<strong>Terry Reintke von den Grünen</strong>. Die 39-Jährige ist seit Jahren Europaabgeordnete, führt die Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament mit und war 2024 europäische Spitzenkandidatin der Grünen. Sie lebte öffentlich in einer Beziehung mit einer Frau und engagiert sich seit langem für LGBTIQ-Rechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob eine der beiden jemals im Kanzleramt landet, ist völlig offen. Aber vielleicht wäre der eigentliche Fortschritt erreicht, wenn die sexuelle Orientierung einer Kanzlerin irgendwann kaum noch eine Schlagzeile wert wäre.</p>
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		<title>Frauen tätowierter als Männer: Nach Steiß und Armen sind jetzt die Beine dran</title>
		<link>https://snip24.de/frauen-taetowierter-als-maenner-jetzt-sind-die-beine-dran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 13:34:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob im Freibad, auf Festivals oder in der Fußgängerzone: Tätowierte Frauen überall. Selbst spießigste Mittdreißigerinnen laufen zugehackt herum. Tattoos sind bei Frauen längst im Mainstream angekommen – besonders in jüngeren Altersgruppen. Eine repräsentative YouGov-Umfrage von 2022 ergab: Jede vierte Frau in Deutschland war tätowiert. Bei Frauen zwischen Mitte 20 und Mitte 40 waren es sogar [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ob im Freibad, auf Festivals oder in der Fußgängerzone: Tätowierte Frauen überall. Selbst spießigste Mittdreißigerinnen laufen zugehackt herum. Tattoos sind bei Frauen längst im Mainstream angekommen – besonders in jüngeren Altersgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine repräsentative YouGov-Umfrage von 2022 ergab: Jede vierte Frau in Deutschland war tätowiert. Bei Frauen zwischen Mitte 20 und Mitte 40 waren es sogar mehr als 40 Prozent. Bei Männern lag der Anteil insgesamt nur bei 16 Prozent. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während früher Steiß, Rücken oder Oberarm dominierten, gelten heute auch Waden, Knöchel und Füße als angesagt. Viele lassen sich die ganzen Beine tätowieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu passt der veränderte Tattoo-Stil: Statt eines einzigen großen Motivs wählen viele mehrere kleine, minimalistische Tattoos – Blumen, feine Linien, Schriftzüge oder Symbole. Das Bein bietet viel Platz, lässt sich im Sommer zeigen und im Alltag leicht verdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt die gesellschaftliche Normalisierung. Langzeituntersuchungen zeigen, dass Tattoos in Deutschland seit den 2000er-Jahren deutlich an Verbreitung gewonnen haben. Die Tattoo-Forscherin Ada Borkenhagen beschreibt den Körper für viele junge Menschen als eine Art Leinwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch, wo alle dasselbe machen, gilt schon bald: Cool sind die, die gar nicht tätowiert sind. </p>
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		<title>Der irre EM-Sommer: Läuft (und schwimmt) bei Deutschland</title>
		<link>https://snip24.de/der-irre-em-sommer-laeuft-und-schwimmt-bei-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 10:13:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Good news]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschlands Sportler erleben einen EM-Sommer, wie es ihn lange nicht gegeben hat. Während die Schwimmer in Paris von Medaille zu Medaille eilen, sorgt das DLV-Team bei der Leichtathletik-EM in Birmingham für einen deutschen Erfolg nach dem anderen. Zwei traditionsreiche Sportarten, die in den vergangenen Jahren immer wieder um den Anschluss an die Weltspitze kämpfen mussten, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Deutschlands Sportler erleben einen EM-Sommer, wie es ihn lange nicht gegeben hat. Während die Schwimmer in Paris von Medaille zu Medaille eilen, sorgt das DLV-Team bei der Leichtathletik-EM in Birmingham für einen deutschen Erfolg nach dem anderen. Zwei traditionsreiche Sportarten, die in den vergangenen Jahren immer wieder um den Anschluss an die Weltspitze kämpfen mussten, präsentieren sich plötzlich in beeindruckender Breite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das vielleicht größte Ausrufezeichen setzte Johannes Liebmann. Der erst 19 Jahre alte Magdeburger schwamm über 1.500 Meter Freistil in&nbsp;<strong>14:26,79 Minuten Weltrekord</strong>&nbsp;– fast vier Sekunden schneller als die bisherige Bestmarke. Als erster Mensch überhaupt blieb er unter 14:30 Minuten. Zuvor hatte Liebmann bereits die 800 Meter gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Paris ist längst keine One-Man-Show. Florian Wellbrock triumphierte im Freiwasser über fünf und zehn Kilometer und holte zudem Gold mit der deutschen Mixed-Staffel. Isabel Gose gewann den Knockout-Sprint in der Seine und sammelte anschließend auch im Becken weitere Medaillen. Maya Werner, Oliver Klemet, Angelina Köhler, Sven Schwarz und die Staffeln machten deutlich: Der deutsche Schwimmsport verfügt derzeit nicht nur über einzelne Stars, sondern über bemerkenswerte Breite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast gleichzeitig läuft es auch in Birmingham. Dort erlebte das deutsche Leichtathletik-Team einen regelrechten Medaillenregen. Leo Neugebauer holte Gold im Zehnkampf, Niklas Kaul Silber – der erste deutsche EM-Doppelsieg in dieser Disziplin seit fast 60 Jahren. Gesa Krause wurde zum dritten Mal Europameisterin über 3.000 Meter Hindernis, Olivia Gürth holte Bronze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann zündete Owen Ansah den Turbo: Bronze über 100 Meter und Gold über 200 Meter. Seit 44 Jahren hatte kein Deutscher mehr den europäischen Titel über die halbe Stadionrunde gewonnen. Speerwerfer Julian Weber legte mit 90,60 Metern und EM-Rekord nach, Nick Thumm machte mit Silber den deutschen Doppelerfolg perfekt. Auch die 4&#215;100-Meter-Staffel der Männer sprintete auf Platz zwei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon vor dem letzten EM-Abend hat Deutschland damit in Birmingham wieder die Größenordnung der Heim-EM von München 2022 erreicht. Damals waren&nbsp;<strong>16 Medaillen und sieben Titel</strong>&nbsp;die beste deutsche EM-Bilanz seit vielen Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paris und Birmingham zeigen deshalb mehr als eine zufällige Häufung guter Ergebnisse. Junge Athleten wie Liebmann, Neugebauer oder Ansah liefern ebenso wie erfahrene Stars wie Wellbrock, Gose, Krause und Weber. Deutschland ist in zwei olympischen Kernsportarten wieder ganz vorne dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und plötzlich richtet sich der Blick schon weiter:&nbsp;<strong>Noch zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles</strong></p>
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		<item>
		<title>Brauchen wir für den Cappuccino bald einen Finanzplan?</title>
		<link>https://snip24.de/brauchen-wir-fuer-den-cappuccino-bald-einen-finanzplan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 10:06:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arm & Reich]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Kaffee am Morgen gehört für viele zum Alltag wie Zähneputzen und der Blick aufs Handy. Nur fühlt sich der Gang zur Kasse inzwischen manchmal eher nach einer kleinen Investitionsentscheidung an. Ein Cappuccino kostet in Deutschland derzeit im Schnitt rund&#160;3,57 Euro&#160;– zehn Cent mehr als im Vorjahr. Und auch zu Hause ist die Bohne längst [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Kaffee am Morgen gehört für viele zum Alltag wie Zähneputzen und der Blick aufs Handy. Nur fühlt sich der Gang zur Kasse inzwischen manchmal eher nach einer kleinen Investitionsentscheidung an. Ein Cappuccino kostet in Deutschland derzeit im Schnitt rund&nbsp;<strong>3,57 Euro</strong>&nbsp;– zehn Cent mehr als im Vorjahr. Und auch zu Hause ist die Bohne längst kein günstiger Wachmacher mehr: Bohnenkaffee lag im April 2026 im Durchschnitt satte&nbsp;<strong>57 Prozent über dem Preisniveau von 2020</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe dafür finden sich auf den Plantagen. Dürre, Frost und Starkregen haben wichtige Anbauländer wie Brasilien, Vietnam und Kolumbien getroffen. Dazu kommen höhere Kosten für Arbeit, Dünger, Transport und Treibstoff sowie geopolitische Unsicherheiten. Gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage. Kurz gesagt: weniger entspannte Ernten, mehr Konkurrenz um die Bohne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Café steckt im Cappuccino zudem mehr Milch als Kaffee. Personal, Miete, Energie, Geschirr und Steuern wollen ebenfalls bezahlt werden. Deshalb ist der Rohkaffeepreis nur ein Teil der Rechnung – aber einer, der zuletzt besonders kräftig zu Buche schlug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Deutschen bleiben ihrer Lieblingsdroge dennoch treu. Kaffeetrinker kommen im Schnitt auf&nbsp;<strong>3,2 Tassen am Tag</strong>. Fast die Hälfte der Befragten in einer aktuellen Erhebung bezeichnet Kaffee inzwischen sogar als Luxusgut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist der Finanzplan für den Cappuccino also noch etwas übertrieben. Ein kleines Kaffee-Budget im Haushaltsplan klingt inzwischen aber gar nicht mehr so absurd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer sparen will? Der alte Filterkaffee zu Hause erlebt plötzlich ein erstaunlich modernes Comeback: weniger Latte-Art, dafür mehr Latte im Portemonnaie.</p>
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		<title>Wie Gaga ist Didi?</title>
		<link>https://snip24.de/wie-gaga-ist-didi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 10:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie Gaga ist Didi? Dieter Hallervorden, 90, hat sich in den vergangenen Jahren zuverlässig dort eingemischt, wo es knirscht. Er wetterte gegen Gendersprache und „Political Correctness“, warf Israel im Gaza-Krieg „Völkermord“ vor und griff die Bundesregierung scharf an. Inzwischen nennt er Verteidigungsminister Boris Pistorius sogar „Kriegsminister“. Das klingt nicht gerade nach dem natürlichen Vorprogramm einer [&#8230;]]]></description>
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<h1 class="wp-block-heading">Wie Gaga ist Didi?</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Dieter Hallervorden, 90, hat sich in den vergangenen Jahren zuverlässig dort eingemischt, wo es knirscht. Er wetterte gegen Gendersprache und „Political Correctness“, warf Israel im Gaza-Krieg „Völkermord“ vor und griff die Bundesregierung scharf an. Inzwischen nennt er Verteidigungsminister Boris Pistorius sogar „Kriegsminister“. Das klingt nicht gerade nach dem natürlichen Vorprogramm einer CDU-Wahlkampfveranstaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch steht Hallervorden nun ausgerechnet mit Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Sven Schulze auf der Bühne. Vier gemeinsame Veranstaltungen hat die Landes-CDU unter dem Titel „Kultur braucht Freiheit“ angesetzt. Ist Didi also Gaga geworden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eher nicht. Denn Hallervorden macht bei näherem Hinsehen gar keinen Wahlkampf für die CDU, wie man sie aus Berlin kennt. Er grenzt sich ausdrücklich von Bundeskanzler Friedrich Merz ab: Für Merz würde er „keine Reklame machen“. Auf Schulzes Bühne singt er gegen Aufrüstung und attackiert Mitglieder der Bundesregierung. Schulze lässt ihn gewähren und verkauft das als Meinungsfreiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gemeinsame Nenner ist ein anderer: die AfD. Hallervorden, selbst in Dessau geboren, sagt offen, er wolle verhindern, dass sie in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit bekommt. Schulze wiederum braucht genau solche Wähler: Menschen, die der Bundes-CDU misstrauen, „woke“ Politik ablehnen, gegen Aufrüstung sind oder Deutschlands Israel-Politik kritisieren – aber deshalb noch lange keine AfD-Regierung wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das macht Hallervordens Auftritt weniger verrückt als politisch interessant. Er zeigt, wie wenig das klassische Links-Rechts-Schema inzwischen erklärt. Anti-Gender, Israel-Kritik und Pazifismus können heute im selben politischen Kopf wohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hallervorden ist also nicht plötzlich zum braven CDU-Mann geworden. Im Gegenteil: Die CDU Sachsen-Anhalt leiht ihm ihre Bühne, während er auf ihr gegen die Bundes-CDU austeilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist also nicht Didi Gaga. Vielleicht ist der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt inzwischen so außergewöhnlich, dass selbst „Palim Palim“ dagegen wie eine klare Pointe wirkt.</p>
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		<title>Kennt Sie den Hitler-Stalin-Pakt?</title>
		<link>https://snip24.de/kennt-sie-den-hitler-stalin-pakt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 15:52:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Das BSW hat nicht angekündigt, den AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts zu wählen – aber Sahra Wagenknecht stellt für einen möglichen dritten Wahlgang eine Enthaltung in Aussicht. Weil dann die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht, könnte das Siegmund indirekt ins Amt bringen. Das erinnert an ein altes politisches Muster: Todfeinde können zu Partnern auf Zeit [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das BSW hat nicht angekündigt, den AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts zu wählen –  aber Sahra Wagenknecht stellt für einen möglichen dritten Wahlgang eine <strong>Enthaltung</strong> in Aussicht. Weil dann die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht, könnte das Siegmund indirekt ins Amt bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erinnert an ein altes politisches Muster: Todfeinde können zu Partnern auf Zeit werden, wenn der gemeinsame Gegner wichtiger erscheint als die eigenen Gegensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das drastischste Beispiel ist der&nbsp;<strong>Hitler-Stalin-Pakt</strong>&nbsp;vom 23. August 1939. Nazi-Deutschland und die kommunistische Sowjetunion waren ideologische Erzfeinde. Trotzdem schlossen ihre Außenminister Joachim von Ribbentrop und Wjatscheslaw Molotow einen Nichtangriffspakt. Im geheimen Zusatzprotokoll teilten beide Mächte Polen und weitere Teile Osteuropas in Interessensphären auf. Deutschland überfiel Polen am 1. September, die Sowjetunion marschierte am 17. September von Osten ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bündnis beruhte nicht auf Freundschaft, sondern auf Kalkül. Hitler bekam freie Hand für seinen Krieg im Westen, Stalin Zeit und territoriale Gewinne. 1941 war die Zweckgemeinschaft vorbei: Deutschland überfiel die Sowjetunion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist&nbsp;<strong>Magdeburg 2026 nicht Moskau 1939</strong>. Eine parlamentarische Enthaltung mit dem Pakt zweier mörderischer Diktaturen gleichzusetzen, wäre historisch absurd. Interessant ist etwas anderes: die politische Mechanik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für solche Annäherungen zwischen weit auseinanderliegenden politischen Lagern gibt es den Begriff&nbsp;<strong>Querfront</strong>. Schon in der Weimarer Republik versuchte die KPD zeitweise, nationalistische Milieus anzusprechen. Eine dauerhafte Allianz mit den Nationalsozialisten entstand daraus nicht. Doch es gab Berührungspunkte, wo sich die Ablehnung der parlamentarischen Republik und ihrer Eliten überschnitt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau darin liegt die aktuelle Parallele. BSW und AfD sind keine politischen Zwillinge. Das BSW ist auch nicht einfach das linke Gegenstück zur AfD. Doch beide können einander nützlich werden, wenn sie denselben Gegner bekämpfen – derzeit die „Brandmauer“ und eine weitere CDU-geführte Regierung. Das BSW wirbt ausdrücklich für wechselnde Mehrheiten unter Einbeziehung der AfD.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lehre von 1939 lautet deshalb nicht, überall einen neuen Hitler-Stalin-Pakt zu sehen. Sie ist nüchterner – und vielleicht beunruhigender:&nbsp;<strong>Extreme müssen einander nicht mögen, um einander Macht zu verschaffen.</strong></p>
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		<title>Ist das deutsche Pfandsystem eine Flasche?</title>
		<link>https://snip24.de/ist-das-deutsche-pfandsystem-eine-flasche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[snip24]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 07:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich beim CSD in Berlin konnte man es wieder sehen. Nach der Veranstaltung lagen überall Scherben herum – oder die Flaschen im Gebüsch. Acht Cent für eine Bier- oder Limoflasche: Das klingt inzwischen eher nach symbolischer Anerkennung als nach einem echten Anreiz. Tatsächlich wurde das Pfand auf viele Mehrweg-Glasflaschen seit 1966 nicht erhöht. Während fast [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich beim CSD in Berlin konnte man es wieder sehen. Nach der Veranstaltung lagen überall Scherben herum – oder die Flaschen im Gebüsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Acht Cent für eine Bier- oder Limoflasche: Das klingt inzwischen eher nach symbolischer Anerkennung als nach einem echten Anreiz. Tatsächlich wurde das Pfand auf viele Mehrweg-Glasflaschen seit 1966 nicht erhöht. Während fast alles teurer wurde, blieb der Betrag praktisch derselbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Arbeitskreis Mehrweg spricht bei Mehrwegflaschen von Rückgabequoten von 98 bis 99 Prozent. Eine belastbare öffentliche Statistik speziell für die 8-Cent-Glasflasche ist allerdings kaum zu finden. Der persönliche Eindruck aber trifft sich mit den Berichten von Entsorgern in Hamburg, Köln, Frankfurt und Düsseldorf, dass gerade solche Flaschen häufiger im öffentlichen Raum zurückbleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst ein kleiner nicht zurückgebrachter Anteil fällt dort auf, wo viele Menschen unterwegs sind. Und Glas wird zum besonderen Problem, sobald Flaschen zerbrechen und Scherben auf Gehwegen, Spielplätzen oder Grünflächen liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Einweg-PET und Dosen ist der finanzielle Anreiz deutlich höher: 25 Cent. Für PET wurden 2019 rund 98 Prozent der Flaschen erfasst; 2023 waren es knapp 99 Prozent. 96,1 Prozent der bepfandeten PET-Flaschen kamen 2023 über das Pfandsystem zurück. Schon eine Untersuchung des Umweltbundesamts stellte fest, dass Dosen und PET-Flaschen nach Einführung des Einwegpfands deutlich seltener im normalen Müll auftauchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verdacht liegt also nahe: Pfand wirkt – aber seine Höhe zählt. In einer YouGov-Studie im Auftrag von Fritz-Kola nannten Pfandsammler beim Sammeln von Dosen und PET-Flaschen unter anderem das geringe Gewicht und den hohen Pfandwert als Gründe, warum sie an Glasflaschen weniger Interesse haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">20 oder 25 Cent auch für Glasmehrweg könnten den Anreiz erhöhen. Das deutsche Pfandsystem ist also keine völlige Flasche. Aber ausgerechnet bei Glas hat es einen Sprung.</p>
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