Fast die Hälfte junger Muslime in Deutschland hat kein Problem, wenn Homosexuelle bestraft werden

Finden auch viele Muslime in Deutschland gut: Eine lesbische Frau wird ausgepeitscht (Foto: Ulet Ifansasti/Getty)

Diese Zahlen schockieren: Fast die Hälfte der befragten Muslime unter 40 Jahren in Deutschland stimmt Aussagen wie dieser zu: „Ein islamischer Gottesstaat ist die beste Staatsform.“ Ähnlich viele halten die Regeln des Korans für wichtiger als die Gesetze in Deutschland.

Die Befragung wurde im Auftrag des Bundeskriminalamts durchgeführt. Gerade nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin haben die Ergebnisse noch einmal besondere Aktualität gewonnen.

Dass Angriffe auf Homosexuelle in muslimisch geprägten Stadtteilen wie Neukölln zugenommen haben, berichten Betroffene und liberale Muslime schon seit Langem. Auch die Neuköllner Integrationsbeauftragte Güner Balci warnt immer wieder vor dem Einfluss islamistischer Strukturen, die vielerorts das Leben in den Kiezen prägen: Junge Frauen müssten sich den Männern unterordnen; Antisemitismus, Hass auf die demokratische Grundordnung und Homophobie würden in manchen Moscheen offen gepredigt.

Ausgerechnet Teile der politischen Linken nehmen solche Akteure in Schutz, indem sie hinter jeder berechtigten Kritik am Islamismus sofort Rassismus vermuten.

Natürlich gibt es Homophobie auch in anderen gesellschaftlichen Milieus. In Deutschland tragen zudem Rechtspopulisten erheblich dazu bei, queeres Leben zu verunglimpfen. Dennoch ist es an der Zeit, muslimischen Verbänden und Moscheegemeinden, die gegen die liberale Gesellschaft agitieren, klare Grenzen zu setzen.

Die Politik muss genauer hinsehen und vor Ort konsequenter reagieren. Dazu gehört auch, mehr Geld in Angebote für Jugendliche zu investieren, die andernfalls in islamistische Strukturen geraten könnten. Jeder Euro, der bei Jugendtreffs und Präventionsarbeit gespart wird, kann uns später ein Vielfaches kosten.

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